Sinasjourney - Lustige Anekdoten aus meinem Leben mit einem Vielflieger

Lustige Anekdoten aus meiner Ehe mit einem Geschäftsreisenden

Einbrecher und ein vereitelter Selbstmordversuch – die Geschäftsreisen meines Ehemanns führen immer wieder zu Missverständnissen und lustigen Situationen zwischen uns. In diesem Beitrag habe ich zwei Anekdoten aus den letzten Monaten zusammengefasst.

Sinasjourney - Lustige Anekdoten aus meinem Leben mit einem Vielflieger

Schock – ein Einbrecher!

Bei den ganzen Reisen kann man schon mal durcheinanderkommen. Letzten Herbst erlebte ich den Schock meines Lebens, als mitten in der Nacht ein Mann in meinem Schlafzimmer auftauchte – bis sich herausstellte, dass es sich dabei um meinen eigenen Ehemann handelte.

Aber alles der Reihe nach:

Eines Nachts schreckte ich aus dem Schlaf hoch. Was war das eben für ein Geräusch? Ich hielt die Luft an und lauschte. Da atmete jemand, ganz deutlich. Irgendwer war in meiner Wohnung. Ein Einbrecher, schoss es mir sofort durch den Kopf. Mein Herz begann zu rasen und für einen Moment war ich wie gelähmt.

Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Vor dem Fenster sah ich eine schwarze Silhouette vorbeihuschen. Die Gestalt kam auf mich zugelaufen und beugte sich zu mir herunter. Jetzt oder nie: Ohne nachzudenken schleuderte ich dem Eindringling mein Kopfkissen ins Gesicht und flüchtete über die andere Seite aus dem Bett. Nichts wie raus hier!

„Autsch sag mal spinnst du?!“, rief die Gestalt neben dem Bett.

Ich hielt inne, denn diese Stimme kannte ich. Plötzlich dämmerte es mir: Mein Mann war letzten Abend von einer mehrwöchigen Geschäftsreise heimgekommen. Von wegen Einbrecher! Wie konnte ich das nur vergessen…

„Was um alles in der Welt machst du neben meinem Bett? Du hast mich zu Tode erschreckt!“,
fuhr ich ihn an. Mein Herz klopfte immer noch wie wild.
„Ich wollte schauen ob du noch Nasenspray in deiner Nachttischhublade hast. Meins muss ich irgendwo im Flieger vergessen haben.“

“Oh…”

„Ich bin froh, dass du mir nicht die Nachttischlampe übergezogen hast.“, scherzte er. Ich wusste in diesem Moment nicht so recht ob ich lachen oder weinen soll.

Bei einer Sache bin ich mir seitdem allerdings sicher: Wenn tatsächlich mal ein Einbrecher kommt, werde ich definitiv zur Nachttischlampe greifen. Das Kopfkissen war (zum Glück in diesem Fall) nicht sehr effektiv.

Willst du dich umbringen?!

Vor einiger Zeit wurde ich abermals nachts wach. Dieses Mal machte mir die Situation aber auf eine andere Art Angst:

Als ich aufwachte stand mein Mann vor unseren bodenhohen Schlafzimmerfenstern und kämpfte mit dem Vorhang.

„Alles ok?!“, fragte ich verdutzt.

„Ich muss aufs Klo.”, antwortete er ohne nachzudenken. Dann hielt er jedoch inne und trat einen Schritt zurück vom Fenster. Offenbar merkte er selbst, dass hier etwas nicht stimmte.

„Die Türe ist auf der anderen Seite.“, half ich ihm auf die Sprünge.

„Oh Mann, du hast Recht! Das waren einfach zu viele unterschiedliche Hotels in den letzten Wochen…“ Mit diesen Worten trottete er dann in der richtigen Richtung aus dem Schlafzimmer und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen.

Zum Glück sind außen an unseren Fenstern Schutzgeländer installiert. So ist immerhin ausgeschlossen, dass mein Mann nachts versehentlich im Halbschlaf Selbstmord begeht, weil er gedanklich noch in irgendeinem Hotelzimmer ist. Über seinen nächtlichen Kampf mit dem Vorhang lachen wir seitdem beide gerne.

Mal schauen, was seine nächsten Reisen für lustige Geschichten hervorbringen – ich halte euch auf dem Laufenden 😉

 

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